Förderpreis für ambulante Palliativ­versorgung

Anerkennungs- und Förderpreis für ambulante Palliativversorgung

Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) verleiht seit dem Jahr 2008 zur Anerkennung des besonderen Engagements bzw. zur Förderung von Initiativen und Projekten im Rahmen der ambulanten Palliativversorgung den von Grünenthal Deutschland gestifteten „Anerkennungs- und Förderpreis für ambulante Palliativversorgung“. Der Preis kann an alle in der Palliativmedizin tätigen Berufsgruppen vergeben werden. „Anerkennungs- und Förderpreis“ bedeutet, dass damit schon geleistetes besonderes Engagement in der ambulanten Palliativversorgung anerkannt werden soll, aber gleichzeitig auch eine zukünftige Weiterführung gefördert wird. Der Nachweis dazu muss durch Forschungs- und Projektbeschreibungen, Fachgutachten bzw. entsprechende Publikationen erfolgen. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.

Grünenthal 15 Jahre Palliativpreis

Preisverleihung 2022: Anerkennungs- und Förderpreis für ambulante Palliativversorgung für drei innovative Projekte

 

Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin verleiht ersten Preis an das Projekt „Arzneimittelinformation Palliativmedizin“.

 

Bremen, 30. September 2022. – Zum 15. Mal hat die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) den „Anerkennungs- und Förderpreis für ambulante Palliativversorgung“ verliehen, dies in Form eines ersten Preises und zweier gleichwertiger zweiter Preise. Diese wurden im Rahmen des 14. Kongresses der DGP in Bremen feierlich an die drei ausgewählten Projektgruppen überreicht. Der insgesamt mit 10.000 € dotierte Preis wird seit 2008 jährlich von der Firma Grünenthal gestiftet.

Jurypräsidentin Prof. Dr. Gerhild Becker betonte: „Alle drei Arbeiten präsentieren innovative Projekte im Bereich der ambulanten Palliativversorgung, die auch Modellcharakter haben. Die mit dem ersten Preis gewürdigte Arbeit von Rémi et al. hebt sich besonders positiv ab und überzeugt vor allem mit Relevanz, Originalität und Projektumsetzung.“ Mit einem zweiten Preis ausgezeichnet wurden zwei zukunftsweisende Projekte, die im Feld der ambulanten Palliativversorgung Lücken schließen, eine Bereicherung darstellen und zudem auf andere Regionen modellhaft übertragbar sind.

1. Preis:
Dr. rer bio. hum. Constanze Rémi MSc, Jennifer Berner MSc, Stephanie Büsel, Dr. Aleksandra Dukic-Ott, Henriette Herr, Stefanie Pügge, Anna Schlattl:

Arzneimittelinformation Palliativmedizin

Das Projekt schließt eine Versorgungslücke im Bereich der ambulanten Arzneimittelinformation und dient als kostenfreie Anlaufstelle für alle an der Versorgung Beteiligten zu Fragen rund um die palliativ-medizinische Arzneimitteltherapie. Besonders im ambulanten Bereich fehlen derzeit Anlauf- und Beratungsstellen. Das Projekt zeichnet sich als äußerst relevant und nachhaltig für das ambulante Setting aus und stellt einen essenziellen Part für die Patient:innensicherheit und Handlungssicherheit der Versorgenden dar. Der Preis in Höhe von 5.000 Euro kann dazu dienen, das Projekt auszubauen, zu forcieren und das Thema im ambulanten Palliativversorgungsbereich weiter voranzubringen.

2. Preis:
Dr. Silke Ehlers, Theresia Rosenberger:

Pränatale palliative Beratung und Versorgungsplanung - eine Chance auf gemeinsame Zeit

Das Projekt stellt einen wichtigen Aspekt und eine mögliche Versorgungslücke der pränatalen palliativen Beratung und Versorgungsplanung in den Fokus. Die Jury hebt den Modellcharakter, die Aktualität sowie die besondere Zielgruppe der Thematik besonders hervor.

Das Projekt kann als wichtige Vorlage für weitere Projekte in anderen Regionen dienen.

2. Preis:
Karin Borchers, Christina Neiß, Anita Donhauser (Design):

Hier steckt viel Liebe drin

Das Projekt in Form eines Buches schließt eine wichtige Versorgungslücke im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit im ambulanten Palliativsetting und zeugt von Originalität, Relevanz und Übertragbarkeit. Das Buch ist liebevoll gestaltet und wird eine besondere Möglichkeit zur Situationsbewältigung und zur Erinnerung darstellen. Dies zeigt sich vor allem auch darin, dass das Buch bereits von unterschiedlichen SAPV-Teams angefragt und dankend genutzt wird.

Prof. Dr. Claudia Bausewein, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, dankte herz-lich für 15 Jahre kontinuierlicher Förderung durch den Stifter: „Der Anerkennungs- und Förderpreis für die ambulante Palliativversorgung hat als einer der beiden ersten und über viele Jahre lang einzigen Preise der DGP eine große Rolle gespielt im Aufbau ambulanter Strukturen und in deren Ausdifferenzierung.“

Robert Sunjic, General Manager Germany, Grünenthal, zeigte sich erfreut, dass die Auszeichnung auch in ihrem 15. Jahr dazu beiträgt, Entwicklung und Ausbau einer qualitativ hochwertigen ambulanten Palliativversorgung konsequent zu stärken: „Die Stiftung des Anerkennungs- und Förderpreises gehört zu den wichtigsten Aktivitäten unseres Engagements in Deutschland. Denn er prämiert herausragende Projekte aus der Praxis, die die Situation vor Ort unmittelbar verbessern und auch auf andere Regionen übertragbar sind. Ich freue mich über das Jubiläum und auf noch viele weitere gemeinsame Jahre der guten Zusammenarbeit mit der DGP!“

 
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