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Contergan

Unsere Verantwortung heute

Die Contergan-Tragödie hat Tausende von Menschen und ihre Familien auf der ganzen Welt betroffen. Als das Unternehmen, das Contergan (und seinen Wirkstoff Thalidomid) entwickelt und vertrieben hat, wird diese Tragödie immer ein wichtiger Teil unserer Geschichte bleiben. Wir und die Unternehmerfamilie bedauern die Folgen der Contergan-Tragödie zutiefst. Unsere Verantwortung nehmen wir sehr ernst.

Wir setzen uns dafür ein, die individuelle Lebenssituation der von Contergan betroffenen Menschen zu verbessern. Wir sehen es auch als unsere Pflicht an, immer wieder über die Tragödie und den verantwortungsvollen Umgang mit Arzneimitteln zu informieren.

Die Grünenthal-Stiftung zur Unterstützung von Thalidomidbetroffenen

Die Grünenthal-Stiftung wurde im Jahr 2011 gegründet. Ihre Aufgabe ist es, die Lebensqualität der von Contergan geschädigten Menschen zu verbessern.

Die persönliche Kommunikation mit den Betroffenen ist der Schlüssel zum Erfolg der Stiftung. Das Team nimmt sich Zeit, um die Bedürfnisse jedes Einzelnen kennenzulernen. So kann sie Unterstützungsleistungen anbieten, die dort ansetzen, wo sie im Leben der Betroffenen einen echten Unterschied machen. Der Schwerpunkt liegt auf Hilfen, die das Leben im eigenen Zuhause erleichtern, die Kontakte mit anderen Menschen fördern oder die Ausübung beruflicher Tätigkeiten ermöglichen.

Bisher hat die Grünenthal-Stiftung mehr als 700 Betroffene in über 2.500 Fällen unterstützt. Darüber hat sie verschiedene bundesweite und internationale Projekte durchgeführt.

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Die Conterganstiftung des Bundes

1972 wurde die Conterganstiftung für behinderte Menschen (heute: Conterganstiftung) als bundesdeutsche Stiftung des öffentlichen Rechts gegründet. Seitdem unterstützt sie Contergan-Betroffene in 38 Ländern durch monatliche Renten und individuelle Leistungen.

Die Stiftung steht unter der Aufsicht des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und agiert unabhängig von Grünenthal.

Zur Gründung der Conterganstiftung haben Grünenthal und der Bund jeweils 50 Millionen Euro (damals 100 Millionen D-Mark) beigetragen. Im Jahr 2009 zahlte Grünenthal freiwillig weitere 50 Millionen Euro in die Conterganstiftung ein.

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Ein internationales Unterstützungssystem

In den Ländern, in denen Thalidomid von Grünenthal oder seinen damaligen Lizenzpartnern vertrieben wurde, sind finanzielle Unterstützungsprogramme eingerichtet worden. Diese Unterstützung wird häufig durch staatliche Programme ergänzt. Heute gibt es verschiedene Formen der Unterstützung für Menschen, die von Thalidomid-haltigen Produkten betroffen sind:

Infografik: finanzielle Unterstützung für Thalidomidbetroffene  Menschen

Historischer Hintergrund

Die Geschichte der Contergan-Tragödie ist vielschichtig und komplex. Sie erstreckt sich über einen Zeitraum von über 70 Jahren und betrifft Menschen und ihre Familien in beinahe ebenso vielen Ländern.

Thalidomid wurde zwischen 1957 und 1961 als Beruhigungs- und Schlafmittel verkauft. Es wurde von den Lizenz- und Vertriebspartnern von Grünenthal unter verschiedenen Markennamen vermarktet, darunter Contergan, Softenon und Distaval.

Die Conterganstiftung schätzt, dass weltweit etwa 10.000 Kinder mit Fehlbildungen geboren wurden, die auf Thalidomid zurückzuführen sind. Etwa die Hälfte von ihnen starb bei oder kurz nach der Geburt.

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Der sogenannte Contergan-Prozess gegen neun leitende Grünenthal-Mitarbeiter sollte die Frage beantworten, wer für die Tragödie verantwortlich war. Es war eines der komplexesten Strafverfahren der deutschen Rechtsgeschichte. Nach zweieinhalb Jahren wurde der Prozess im Dezember 1970 ohne Urteil beendet.

Parallel zum Prozess einigten sich die Familien der Betroffenen mit Grünenthal auf einen Vergleich und legten damit den Grundstein für das heutige System der finanziellen Unterstützung.

Das Schicksal der Contergan-Babys und die damit verbundenen Gerichtsverfahren sind in Deutschland bis heute weithin bekannt und werden als "Contergan-Skandal" bezeichnet.

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Wird Thalidomid heute noch eingesetzt?

Thalidomid wird heute nur noch unter bestimmten Umständen zur Behandlung von schweren Erkrankungen wie Knochenmarkkrebs und einigen Autoimmunerkrankungen eingesetzt. Die Herstellung und Verwendung der Substanz unterliegt strengen Vorschriften

Grünenthal stellt keine Thalidomid-haltigen Produkte mehr her. Wir haben keine Verbindung zu Dritten, die Thalidomid-haltige Produkte anbieten.

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