Contergan

Unsere Verantwortung heute

Die Contergan-Tragödie wird stets Teil unserer Unternehmensgeschichte bleiben. Wir werden niemals vergessen, was geschah, und bedauern zutiefst die weitreichenden Folgen für die betroffenen Menschen und ihre Familien. Wir nehmen unsere Verantwortung, diesen Menschen zu helfen, sehr ernst. Unsere Grünenthal-Stiftung unterstützt die Betroffenen durch die Finanzierung von Projekten, die ein unabhängigeres Leben ermöglichen. Unser Ziel ist es, mit der Stiftung dort zu helfen, wo es am meisten benötigt wird, und verbleiben dazu im engen Kontakt mit den Thalidomidbetroffenen.

Im November 2021 entschuldigte sich Dr. Michael Wirtz, Gesellschafter von Grünenthal, gegenüber den Betroffenen und ihren Familien im Namen seiner Familie. Aus vielen Gesprächen wissen wir, wie wichtig diese persönliche Erklärung für diese Menschen war. Deshalb begrüßen wir diese Geste als weiteren Schritt auf dem gewählten Weg des Dialogs zwischen den Betroffenen, Grünenthal und der Eigentümerfamilie.

Die Auswirkungen der Tragödie sind auch heute noch zu spüren. Wir sind bestrebt, die Erinnerung daran am Leben zu erhalten, indem wir unser Informationsangebot kontinuierlich erweitern.

Hintergrundinformationen über Thalidomid sind auf unserer Website https://www.contergan-skandal.de/ verfügbar.

Weitere Informationen über die Grünenthal-Stiftung finden Sie hier: https://www.grunenthal-stiftung.com/

 

Die Grünenthal-Stiftung zur Unterstützung von Thalidomidbetroffenen

Die Grünenthal-Stiftung wurde Anfang 2012 gegründet und integrierte damit die seit 2011 bestehende Härtefall-Initiative von Grünenthal. Ihre Aufgabe ist es, die Lebensqualität der von Contergan geschädigten Menschen zu verbessern.

Die persönliche Kommunikation mit den Betroffenen ist der Schlüssel zum Erfolg der Stiftung. Das Team nimmt sich Zeit, um die Bedürfnisse jedes Einzelnen kennenzulernen. So kann sie Unterstützungsleistungen anbieten, die dort ansetzen, wo sie im Leben der Betroffenen einen echten Unterschied machen. Der Schwerpunkt liegt auf Hilfen, die das Leben im eigenen Zuhause erleichtern, die Kontakte mit anderen Menschen fördern oder die Ausübung beruflicher Tätigkeiten ermöglichen.

Bisher hat die Grünenthal-Stiftung mehr als 700 Betroffene in über 2.500 Fällen unterstützt. Darüber hat sie verschiedene bundesweite und internationale Projekte durchgeführt.

... Zur Website der Grünenthal-Stiftung

Die Conterganstiftung des Bundes

1972 wurde die Conterganstiftung für behinderte Menschen (heute: Conterganstiftung) als bundesdeutsche Stiftung des öffentlichen Rechts gegründet. Seitdem unterstützt sie Contergan-Betroffene in 38 Ländern durch monatliche Renten und individuelle Leistungen.

Die Stiftung steht unter der Aufsicht des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und agiert unabhängig von Grünenthal.

Zur Gründung der Conterganstiftung haben Grünenthal und der Bund jeweils 50 Millionen Euro (damals 100 Millionen D-Mark) beigetragen. Im Jahr 2009 zahlte Grünenthal freiwillig weitere 50 Millionen Euro in die Conterganstiftung ein.

... Zur Website der Conterganstiftung

Ein internationales Unterstützungssystem

In den Ländern, in denen Thalidomid von Grünenthal oder seinen damaligen Lizenzpartnern vertrieben wurde, sind finanzielle Unterstützungsprogramme eingerichtet worden. Diese Unterstützung wird häufig durch staatliche Programme ergänzt. Heute gibt es verschiedene Formen der Unterstützung für Menschen, die von Thalidomid-haltigen Produkten betroffen sind:

Infografik: finanzielle Unterstützung für Thalidomidbetroffene  Menschen

Historischer Hintergrund

Die Geschichte der Contergan-Tragödie ist vielschichtig und komplex. Sie erstreckt sich über einen Zeitraum von über 70 Jahren und betrifft Menschen und ihre Familien in beinahe ebenso vielen Ländern.

Thalidomid wurde zwischen 1957 und 1961 als Beruhigungs- und Schlafmittel verkauft. Es wurde von den Lizenz- und Vertriebspartnern von Grünenthal unter verschiedenen Markennamen vermarktet, darunter Contergan, Softenon und Distaval.

Die Conterganstiftung schätzt, dass weltweit etwa 10.000 Kinder mit Fehlbildungen geboren wurden, die auf Thalidomid zurückzuführen sind. Etwa die Hälfte von ihnen starb bei oder kurz nach der Geburt.

... Weitere Informationen auf unserer Contergan-Website

Der sogenannte Contergan-Prozess gegen neun leitende Grünenthal-Mitarbeitende sollte die Frage beantworten, wer für die Tragödie verantwortlich war. Es war eines der komplexesten Strafverfahren der deutschen Rechtsgeschichte. Nach zweieinhalb Jahren wurde der Prozess im Dezember 1970 ohne Urteil beendet.

Parallel zum Prozess einigten sich die Familien der Betroffenen mit Grünenthal auf einen Vergleich und legten damit den Grundstein für das heutige System der finanziellen Unterstützung.

Das Schicksal der Contergan-Babys und die damit verbundenen Gerichtsverfahren sind in Deutschland bis heute weithin bekannt und werden als "Contergan-Skandal" bezeichnet.

... Weitere Informationen auf unserer Contergan-Website

Wird Thalidomid heute noch eingesetzt?

Thalidomid wird heute nur noch unter bestimmten Umständen zur Behandlung von schweren Erkrankungen wie Knochenmarkkrebs und einigen Autoimmunerkrankungen eingesetzt. Die Herstellung und Verwendung der Substanz unterliegt strengen Vorschriften

Grünenthal stellt keine Thalidomid-haltigen Produkte mehr her. Wir haben keine Verbindung zu Dritten, die Thalidomid-haltige Produkte anbieten.

... Weitere Informationen auf unserer Contergan-Website
 
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