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Förderpreis für ambulante Palliativ­versorgung

Anerkennungs- und Förderpreis für ambulante Palliativversorgung

Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) verleiht seit dem Jahr 2008 zur Anerkennung des besonderen Engagements bzw. zur Förderung von Initiativen und Projekten im Rahmen der ambulanten Palliativversorgung den von Grünenthal Deutschland gestifteten „Anerkennungs- und Förderpreis für ambulante Palliativversorgung“. Der Preis kann an alle in der Palliativmedizin tätigen Berufsgruppen vergeben werden. „Anerkennungs- und Förderpreis“ bedeutet, dass damit schon geleistetes besonderes Engagement in der ambulanten Palliativversorgung anerkannt werden soll, aber gleichzeitig auch eine zukünftige Weiterführung gefördert wird. Der Nachweis dazu muss durch Forschungs- und Projektbeschreibungen, Fachgutachten bzw. entsprechende Publikationen erfolgen. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.

Preisträger 2021

Linkes Bild: Über den Preis freuen sich sehr: Dr. Sarah Bublitz und Prof. Dr. Stefan Lorenzl. © Julia Jäckel
Rechtes Bild: Große Freude auch bei Dr. Hans-Joachim Willenbrink und Elke Ehlert. © Susanne Hepe

Preisverleihung 2021: Innovative Projekte schließen Versorgungslücken in der ambulanten Palliativversorgung

 

Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin verleiht erste Preise an „Palliativlotsin“ und „Homecare ALS“

 

Berlin, 25. September. – Zum Abschluss ihrer 4. Mitgliedertage hat die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) zum 14. Mal den „Anerkennungs- und Förderpreis für ambulante Palliativversorgung“ verliehen. Im Rahmen einer virtuellen Verleihung wurden zwei gleichwertige erste Preise vergeben, die sich nach Bewertung der DGP-Jury entlang der Kriterien Modellcharakter, Innovation, Originalität, Übertragbarkeit, Inspiration und Aktualität als preiswürdig erwiesen haben. Der insgesamt mit 10.000 € dotierte Preis wird seit 2008 jährlich von der Firma Grünenthal gestiftet.

Jurypräsidentin Prof. Dr. Gerhild Becker betonte: „Die Jury hat sich entschieden, den Preis an zwei innovative Projekte zu vergeben, die im Feld der ambulanten Palliativversorgung Lücken schließen, eine Bereicherung darstellen und zudem auf andere Regionen modellhaft übertragbar sind. Wie in jedem Jahr trägt diese Auszeichnung dazu bei, Entwicklung und Ausbau einer qualitativ hochwertigen ambulanten Palliativversorgung konsequent zu stärken.“ 

1. Preis:
Elke Ehlert, Dr. med. Hans-Joachim Willenbrink: Palliativlotsin© für Menschen mit einer weit fortgeschrittenen Tumorerkrankung (aufsuchende, beratend-stützende Sozialarbeit) in der Stadt Bremen

Das Projekt schließt eine relevante Versorgungslücke im Bereich der AAPV, ist dabei pragmatisch, aber dennoch originell. Im Fokus steht die Verbesserung der Versorgung von Menschen mit palliativem Bedarf im ambulanten Bereich durch Adaption bereits bewährter Patient:innenlotsen. Das Projekt hat Modellcharakter und kann als Vorlage für Projekte in anderen Regionen dienen. Das Projekt wird von der Uni-Bremen evaluiert, um das Versorgungsangebot zu prüfen und letztlich ggfs. in die Regelversorgung zu überführen. Der Preis kann als Motor dienen, um das Projekt in die Breite zu tragen und für eine Zielgruppenerweiterung auf Menschen ohne onkologische Erkrankungen sorgen.

1. Preis:
Dr. med. Sarah Bublitz, Prof. Dr. med. Stefan Lorenzl: Homecare ALS - früh einsetzende, ambulante, spezialisierte Versorgung von Menschen mit amyotropher Lateralsklerose durch ein multiprofessionelles Team im Sinne einer Early Integration

Die Arbeit beschreibt mit hoher Qualität ein sehr innovatives und hochrelevantes Projekt für eine spezielle Zielgruppe. Die early integration in die Palliativversorgung ist für ALS-Patient:innen essentiell und noch nicht ausreichend etabliert. Das Projekt schließt somit eine relevante Versorgungslücke und bringt praxisrelevante Verbesserungen für die genannte Patient:innengruppe. Die Arbeit beschreibt ein übertragbares Modellprojekt mit hoher Nachhaltigkeit. Durch die Begleitforschung werden Daten erhoben, mit denen Relevanz und Sinnhaftigkeit des Versorgungsmodells untersucht werden.

Prof. Dr. Claudia Bausewein, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, dankte herzlich für die langjährige und kontinuierliche Förderung durch den Stifter. Wie wichtig diese sei, würde auch in diesem Jahr unmittelbar deutlich: „Beide Projekte bedeuten eine erhebliche praxisnahe Unterstützung für die jeweiligen Patientinnen und Patienten und sind mit ihrem Ansatz der frühen Vernetzung zu beteiligender Fachkräfte und Teams beispielhaft für das Ziel, über Möglichkeiten der Palliativversorgung frühzeitig zu informieren und diese niedrigschwellig zugänglich zu machen.“

Robert Sunjic, Geschäftsleiter Grünenthal Deutschland, hob hervor, dass es auch weiterhin ein Anliegen des Stifters sei, mit dem Anerkennungs- und Förderpreises für ambulante Palliativversorgung Best-Practice-Projekte zu fördern und bekannt zu machen. „Nahezu 200 Einreichungen im Laufe der Jahre lassen hoffen, dass der Preis für engagierte Menschen im Bereich der Hospiz- und Palliativversorgung auch in Zukunft einen Anreiz darstellt, ihre Projekte einer größeren Öffentlichkeit vorzustellen und weiterzuentwickeln.“

 

 
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