Aachener Hospiz­gespräche

Die 1995 gegründeten Aachener Hospizgespräche sind ein Forum für alle professionellen und ehrenamtlichen Multiplikatoren in der Städteregion Aachen und darüber hinaus, die sich für die Hospizarbeit und Palliativmedizin engagieren. Dieses Netzwerk ist im Laufe der Jahre ständig gewachsen und trifft sich mehrmals im Jahr, um sich miteinander auszutauschen, fortzubilden, zu vernetzen und den Hospizgedanken weiter zu entwickeln.

Ein Mal im Jahr wird aus diesen regional begrenzten Treffen ein großer bundesweiter Kongress mit einem gesundheitspolitischem Fokus, der von Grünenthal Deutschland seit 2006 als Hauptsponsor unterstützt wird. Diese Aachener Hospizgespräche locken jährlich bis zu 400 Teilnehmer aus der ganzen Republik nach Aachen. Neben Palliativmedizinern, Schmerztherapeuten, Onkologen, Geriatriespezialisten nehmen Kassenvertreter, Gesundheitspolitiker, Vertreter der ärztlichen Selbstverwaltung, Pflegewissenschaftler, Seelsorger, Trauerbegleiter, Ehrenamtler im Hospizdienst, Pflegedienst-Mitarbeitende, Patientenvertreter, Versorgungsforscher und viele andere Experten an den Aachener Hospizgesprächen teil.

115. Aachener Hospizgespräch: Sind Sorgende Gemeinschaften (Caring Communities) das Modell der Zukunft?

115. Aachener Hospizgespräch

Foto ©Andreas Schmitter, www.schmitter-fotografie.de

Herausforderungen wie die andauernde Corona-Pandemie, der Personalmangel und der steigende Kostendruck haben viele Bereiche der Versorgung von PatientIinnen in der Hospiz- und Palliativversorgung fest im Griff. Der Spielraum für sinnvolle und notwendige Weiterentwicklungen im Sinne (schwer)kranker Menschen sowie der Mitarbeitenden und Organisationen wird dadurch, so scheint es, zunehmend enger. Angesichts dieser Problematik wurden beim 115. Aachener Hospizgespräch sogenannte Sorgende Gemeinschaften (Caring Communties) als ein mögliches zukunftsfähiges Konzept für eine solidarische Gesellschaft vorgestellt und auf ihre Praxisnähe hin überprüft.

Das Prinzip der Caring Communities beruht auf Gemeinschaften, in denen sich Menschen zusammenfinden, Ressourcen teilen und gegenseitig im Alltag unterstützen. Anders als im rein privaten Bereich, wo sich Caring Communities beispielsweise in Form von Mehrgenerationen-WGs manifestieren, wirken im Bereich der Hospiz- und Palliativversorgung jedoch drei Ebenen zusammen: Die ehrenamtliche Tätigkeit in Form einer Nachbarschaftshilfe, kommunale Strukturen, in denen zum Beispiel Räumlichkeiten für die Begegnung in den Caring Communities zur Verfügung gestellt werden, sowie die professionelle Unterstützung, das heißt die pflegerische und medizinische Betreuung von außen in den entsprechenden Communities. Kurz- und mittelfristig können solche Strukturen die bisherigen Angebote in der Hospiz- und Palliativversorgung ergänzen. Für die Zukunft könnten sie jedoch sogar das zentrale Organisationsmodell darstellen, sodass das Thema von hoher Bedeutung und Aktualität ist.

Beim 115. Aachener Hospizgespräch wurde das Thema aus multiprofessioneller Perspektive diskutiert. Auch der aktuelle Stand der sich verändernden Gesetzgebung auf die aktuellen oben genannten Themen in der Hospiz- und Palliativversorgung stand im Fokus der Tagung.

 
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