Förderpreis für Schmerzforschung: Deutsche Schmerzgesellschaft e. V. und Grünenthal zeichnen Nachwuchsforschung aus
Mannheim, Oktober 2026. Seit Jahrzehnten prämiert der Förderpreis für Schmerzforschung wissenschaftliche Arbeiten, die dazu beitragen, Schmerzen besser zu verstehen und die Versorgung von Patientinnen und Patienten zu verbessern. Im Jahr 2026 zeichneten die Deutsche Schmerzgesellschaft e. V. und die Grünenthal GmbH erneut herausragende Nachwuchsforschende aus. Die Preise wurden am 22. Oktober 2026 in Mannheim in den Kategorien „Klinische Forschung“ und „Grundlagenforschung“ verliehen. Insgesamt wurden 21.000 Euro Preisgeld vergeben.
Die Preise überreichten Univ.-Prof. Dr. med. Michael Schäfer, Vorsitzender der Forschungskommission der Deutschen Schmerzgesellschaft e. V., Univ.-Prof. Dr. med. Nurcan Üçeyler, stellvertretende Vorsitzende der Forschungskommission, sowie Dr. Jan Jastorff, Medical Director DACH der Grünenthal GmbH, als Vertreter des Stifters.
Dr. Jan Jastorff gratulierte im Namen von Grünenthal und betonte: „Exzellente Schmerzforschung beginnt mit mutigen Fragen und neuen Ideen. Die ausgezeichneten Arbeiten zeigen eindrucksvoll, welchen wichtigen Beitrag junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dazu leisten, Schmerzen besser zu verstehen und die Versorgung von Patientinnen und Patienten weiterzuentwickeln. Solche Forschung erweitert nicht nur unser wissenschaftliches Verständnis, sondern legt auch den Grundstein für die Therapien von morgen.“
Univ.-Prof. Dr. med. Michael Schäfer und Univ.-Prof. Dr. med. Nurcan Üçeyler, MHBA gratulierten im Namen der Forschungskommission und betonten: „Um unseren Patientinnen und Patienten effizienter gegen Schmerzen helfen zu können, brauchen wir fundierte klinische und grundlagenwissenschaftliche Forschung. Das leistet unser wissenschaftlicher Nachwuchs. Der Förderpreis für Schmerzforschung gibt uns die Möglichkeit, unsere Wertschätzung und Anerkennung dieser Forschung zu zeigen. Dafür danken wir den Bewerberinnen und Bewerbern und natürlich Grünenthal für die finanzielle Ermöglichung dieses Preises.“
Auch in diesem Jahr zeigt sich die große Bandbreite der Schmerzforschung. Die ausgezeichneten Arbeiten beschäftigen sich mit aktuellen Fragestellungen entlang des gesamten Forschungsspektrums – von digitalen Anwendungen in der Versorgung chronischer Schmerzpatientinnen und -patienten bis hin zu immunologischen und neurobiologischen Fragestellungen.
Kategorie „Grundlagenforschung“
1. Preis: Dr. rer. nat. Ankita Rawat
„Proteomic analysis of isolated nerve terminals from NaV1.9 knockout mice reveals pathways relevant for pain perception“.
Die Arbeit identifiziert molekulare Zielstrukturen der Schmerzverarbeitung und eröffnet Ansatzpunkte für die Entwicklung neuer Schmerztherapien.
2. Preis: Fabrice Hubschmid
„Reward-induced endogenous pain modulation scales with action-outcome certainty in humans“.
Die Untersuchung verbessert das Verständnis dafür, wie Behandlungserwartung und Belohnungsprozesse die körpereigene Schmerzhemmung beeinflussen.
Kategorie „Klinische Forschung“
1. Preis: Amelie Florentine Schmidt, M.Sc.
„Clinical Effectiveness of Different Feedback Intensities in a Pain Management App: A Multicenter Randomized Controlled Trial with Youths with Chronic Pain and Their Caregivers“.
Die Arbeit zeigt, wie digitale Anwendungen die Schmerzbewältigung bei Kindern und Jugendlichen mit chronischen Schmerzen sowie deren Familien unterstützen können.
2. Preis: Dr. rer. nat. Matthias Hose
„Influence of amitriptyline therapy on T cell phenotype in chronic pain patients“.
Die Ergebnisse liefern neue Erkenntnisse über immunologische Mechanismen chronischer Schmerzen und mögliche Wirkweisen etablierter Therapien.

Links Preisträgerposter
- Matthias Hose (pdf, 2 MB)
- Fabrice Hubschmid (pdf, 1 MB)
- Ankita Rawat (pdf, 1 MB)
- Amelie Florentine Schmidt (pdf, 1 MB)
Downloads
- Verleihung Förderpreis Schmerzforschung 2026 (pdf, 227 KB)
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