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08.05.2019

Aachen, 8. Mai 2019 – Grünenthal plant, seine Forschungsaktivitäten neu auszurichten. Heute informierte die Geschäftsführung die Belegschaft über die Hintergründe der angestrebten Veränderungen.

„Bei Grünenthal sind wir sehr stolz darauf, eines der wenigen mittelständischen forschenden Pharmaunternehmen weltweit zu sein. Forschung und Entwicklung bleibt Kern unserer Strategie. Wir müssen aber die Art und Weise, wie wir forschen, ändern, um auch in Zukunft innovative Medikamente für Patienten entwickeln zu können“, erklärt Grünenthals CEO Gabriel Baertschi.

Wachstum durch Innovation: Das Unternehmen blickt auf eine fast 50-jährige Erfolgsgeschichte in innovativer Schmerzmedizin zurück. Zu den Eigenentwicklungen zählen Tramadol, dass seit den 1970er Jahren zur Schmerzbehandlung eingesetzt wird, ebenso wie Tapentadol, das Grünenthal 2010 auf den Markt brachte und das inzwischen weltweit vertrieben wird. Trotz beträchtlicher Forschungsausgaben ist es dem Unternehmen in den vergangenen zehn Jahren allerdings nicht gelungen, an diese früheren Forschungserfolge anzuknüpfen.

„Die Pharmaindustrie, insbesondere die Neurowissenschaften, leidet seit Jahren unter einer niedrigen F&E-Produktivität. Es gibt aber vielversprechende Ansätze, um das Blatt zu wenden und unsere Innovationskraft zu stärken“, erläutert Baertschi. Dazu zählen zukunftsweisende Therapeutika wie Biologika oder Zell- und Gentherapien, um die Grünenthal sein gegenwärtiges Fähigkeitsspektrum erweitern will, ebenso wie Fortschritte in der translationalen Medizin, zum Beispiel bei Biomarkern. Mit ihrer Hilfe können präklinische Erkenntnisse zuverlässiger in die klinische Entwicklung übertragen werden. „Es ist wichtig, dass wir ein breites Spektrum relevanter Therapiemodalitäten bedienen können. In den vergangenen zehn Jahren gab es hier deutliche Entwicklungen – weit über kleine Moleküle hinaus“, sagt Baertschi.

Grünenthal wird in unverändert hohem Maße in Forschung und Entwicklung investieren, sich aber stärker fokussieren und auf Schwerpunkte wie beispielsweise periphere neuropathische Schmerzen (PNP), chronische postoperative Schmerzen, chronische Rückenschmerzen und Osteoarthrose setzen. Entsprechende Projekte will das Unternehmen noch stärker mit Unterstützung von Partnern realisieren, vor allem in Phasen der technischen und klinischen Entwicklung. „Wir wollen unsere Forschungsaktivitäten zudem stärker internationalisieren und flexiblere Strukturen schaffen. Unser Ziel ist, die Pipeline zu verdoppeln“, erklärt Baertschi.

Die Neuausrichtung betrifft vor allem den heutigen und künftigen Hauptforschungsstandort Aachen, an dem das Unternehmen derzeit rund 500 Mitarbeiter im Bereich F&E beschäftigt. Grünenthal überprüft zudem Zentralfunktionen wie den Finanz- oder Personalbereich, mit dem Ziel, Verwaltungskosten auf ein branchenübliches Niveau zu senken. Das Unternehmen hat dazu Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern aufgenommen. Konkrete Maßnahmen werden nach Abschluss der Gespräche bekannt gegeben.

Štěpán Kráčala

Head Global Communications

Grünenthal GmbH


Aachen

E-Mail: Stepan.Kracala@grunenthal.com

Telefon: +49 241 569-1335


 
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