Spannungsabhängige Kaliumkanäle

KCNQ2/3

Ampullen

Ursprünglich hatte man angenommen, dass es an besonderen Formen der Epilepsie beteiligt ist. Inzwischen hat man erkannt, dass das Potential der heteromeren KCNQ2/3 Kaliumkanäle bei der Behandlung chronischer neuropathischer Schmerzen attraktiv sein könnte. KCNQ2/3 Kanäle kommen nicht nur in neuronalen Kreisläufen vor, die an der Entstehung von Krampfanfällen beteiligt sind, sie werden auch an Neuronen des Schmerzpfades ausgeprägt. Während basal aktive KCNQ2/3-Kanäle unter normalen Bedingungen die Erregbarkeit der Zellen durch Stabilisierung des Membranpotentials bestimmen, verhindert ihre Aktivierung durch KCNQ Kanalöffner Zustände neuronaler Übererregbarkeit. Solche Zustände sind Kennzeichen für einige krankhafte Zustände des Nervensystems, wie etwa chronische Schmerzen, Epilepsie und Migräne.

Grünenthal forscht aktiv nach neuartigen, kleinen Molekülen, die bei der Behandlung chronischer Schmerzzustände als KCNQ Kanalöffner wirken.