Förderpreis Schmerzforschung

Deutscher Schmerzpreis


Grünenthal stiftet seit 1987 jährlich den Deutschen Förderpreis für Schmerzforschung. Forschungsarbeiten aus der klinischen und der angewandten Grundlagenforschung, die wesentlich zur Therapie akuter und chronischer Schmerzen beitragen, werden von Grünenthal gemeinsam mit der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V. mit diesem Preis prämiert. Um den Förderpreis können sich Mediziner, Psychologen und Naturwissenschaftler bewerben. Die Auszeichnungen sind mit jeweils 7.000 Euro (1. Preis) und 3.500 Euro (2. Preis) in beiden o. g. Kategorien dotiert.

Förderpreis für Schmerzforschung 2015 verliehen

v.l.n.r.: Myriam Heine, Florian Henrich, Luca Avenali, Hendrik Wildner, Robin Bekrater-Bodmann, Martin Diers,
Jonas Tesarz, Andreas Gerhardt, Thomas R. Tölle, Michael Schäfer

Im Rahmen des Deutschen Schmerzkongresses vom 14.-17. Oktober 2015 in Mannheim wurden die Gewinner des 29. Förderpreises für Schmerzforschung prämiert. Der renommierte Preis wird von der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V. verliehen und von der Grünenthal GmbH aus Aachen gestiftet. Mit insgesamt 21.000 Euro Preisgeld ist er der höchstdotierte deutsche Wissenschaftspreis auf dem Gebiet der Schmerzforschung.

Die diesjährigen Auszeichnungen wurden im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung des Deutschen Schmerzkongresses am 15. Oktober von Prof. Dr. Michael Schäfer, Präsident der Deutschen Schmerzgesellschaft, Prof. Dr. Dr. Thomas R. Tölle, Mitglied der Jurykommission und Myriam Heine, Medical Director Grünenthal Deutschland, feierlich überreicht.

Myriam Heine gratulierte den Preisträgern im Namen des Preisstifters Grünenthal herzlich und dankte allen, die sich in diesem Jahr beworben hatten. Zugleich erinnerte sie an die Ausschreibung 2016 und ermunterte alle jungen Schmerzforscher, auch im nächsten Jahr wieder ihre veröffentlichten Projekte einzureichen.

Laudator Prof. Dr. Dr. Thomas R. Tölle nahm sich Zeit für eine angemessene Würdigung jedes einzelnen Preisträgerprojekts. Er zeigte sich beeindruckt von der durchweg hohen Qualität der prämierten Arbeiten und hieß die Preisträger im Kreis der Schmerzforscher herzlich willkommen.

In der Kategorie ‚Grundlagenforschung‘ wurden in diesem Jahr zwei erste Preise und ein zweiter Preis vergeben:

1. Preis – Luca Avenali
Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin, Somatosensory Signaling Group

Mit der Arbeit:
Annexin A2 Regulates TRPA1-dependent Nociception

1. Preis – Dr. Edmund Foster, Dr. Hendrik Wildner
Universität Zürich, Institut f. Pharmakologie und Toxikologie

Mit der Arbeit:
Targeted ablation, silencing and activation establish glycinergic dorsal horn neurons as key components of a spinal gate for pain and itch

2. Preis – Florian Henrich
Medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg, Zentrum für Biomedizin und Medizintechnik Mannheim, CBTM, Forschungsbereich Neurobiologie, Lehrstuhl für Neurophysiologie

Mit der Arbeit:
Capsaicin-sensitive C- and A-fibre nociceptors control long-term potentiation-like pain amplification in humans

Die Preisträger in der Kategorie ‚Klinische Forschung‘ sind:

1. Preis – Dr. Jonas Tesarz, Dr. Andreas Gerhardt
Universitätsklinikum Heidelberg, Klinik f. Allgemeine Innere Medizin und Psychosomatik

Mit der Arbeit:
Distinct quantitative sensory testing profiles in nonspecific chronic back pain subjects with and without psychological trauma

2. Preis – Dr. Jens Foell, Dr. Robin Bekrater-Bodmann, Prof. Dr. Martin Diers
Universität Heidelberg, Institut für Neuropsychologie und Klinische Psychologie

Mit der Arbeit:
Mirror therapy for phantom limb pain: Brain changes and the role of body representation