Förderpreis Schmerzforschung

Deutscher Schmerzpreis


Grünenthal stiftet seit 1987 jährlich den Deutschen Förderpreis für Schmerzforschung. Forschungsarbeiten aus der klinischen und der angewandten Grundlagenforschung, die wesentlich zur Therapie akuter und chronischer Schmerzen beitragen, werden von Grünenthal gemeinsam mit der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V. mit diesem Preis prämiert. Um den Förderpreis können sich Mediziner, Psychologen und Naturwissenschaftler bewerben. Die Auszeichnungen sind mit jeweils 7.000 Euro (1. Preis) und 3.500 Euro (2. Preis) in beiden o. g. Kategorien dotiert.

Förderpreis Schmerzforschung - Ausschreibung 2017

Einsendeschluss für Bewerbungen : 30. April 2017

Förderpreis für Schmerzforschung 2016 verliehen

Oben v.l.n.r.: T. A. Nees, Dr. V. Gangadharan, Prof. Dr. S. C. Azad, Prof. Dr. E. Pogatzki-Zahn, M. Heine, Dr. D. Segelcke Unten v.l.n.r.: Dr. D. Selvaraj, Dr. M. Prüß, P. Shabes, M. Müller ©: M:Con Oben v.l.n.r.: Timo A. Nees, Dr. Vijayan Gangadharan, Prof. Dr. Shahnaz Christina Azad, Prof. Dr. Esther Pogatzki-Zahn, Myriam Heine, Dr. Daniel Segelcke Unten v.l.n.r.: Dr. Deepitha Selvaraj, Dr. Magdalena Prüß, Polina Shabes, Maike Müller ©: M:Con

Der Förderpreis für Schmerzforschung wurde in diesem Jahr zum 30. Mal verliehen. Seit nunmehr 1987 ehrt die Auszeichnung Nachwuchswissenschaftler, deren Arbeiten im Bereich der anwendungsbezogenen Forschung und umgesetzten Grundlagenforschung einen wesentlichen Beitrag zur interdisziplinären praxisbezogenen Therapie akuter und chronischer Schmerzen geleistet haben. Die diesjährigen Gewinner wurden wie gewohnt beim Deutschen Schmerzkongress vom 19.-22. Oktober 2016 in Mannheim prämiert. Der renommierte Preis wird von der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V. verliehen und von der Grünenthal GmbH aus Aachen gestiftet. Mit insgesamt 21.000 Euro Preisgeld ist er der höchstdotierte deutsche Wissenschaftspreis auf dem Gebiet der Schmerzforschung.

Die diesjährigen Auszeichnungen wurden im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung des Deutschen Schmerzkongresses am 20. Oktober von Prof. Dr. Michael Schäfer, Präsident der Deutschen Schmerzgesellschaft, Prof. Dr. Shahnaz Christina Azad, Vorsitzende der Jurykommission und Myriam Heine, Medical Director Grünenthal Deutschland, feierlich überreicht.

Myriam Heine gratulierte den Preisträgern im Namen des Preisstifters Grünenthal herzlich und erinnerte anlässlich des 30jährigen Jubiläums an die lange und gute Tradition der Auszeichnung. Seit 1987 seien über 170 Wissenschaftler mit dem Preis ausgezeichnet worden, viele davon hätten danach einen sehr erfolgreichen Weg in der Schmerzforschung eingeschlagen. Dies zeige auch die aktuelle Jurykommission zur Verleihung des Schmerzpreises eindrucksvoll: Sieben von zehn Mitgliedern seien in der Vergangenheit mit dem Preis ausgezeichnet worden.

Laudatorin Prof. Dr. Shahnaz Christina Azad würdigte die einzelnen Preisträgerprojekte, indem Sie kurz in die zugrunde liegenden Arbeiten einführte und die Begründung der Auszeichnung durch die Jurykommission erläuterte. Besonderes Augenmerk legte sie dabei auf die Bedeutung der einzelnen Forschungsarbeiten für das Verständnis des Phänomens Schmerz und dessen Therapie.

In der Kategorie ‚Grundlagenforschung‘ wurden in diesem Jahr zwei erste Preise und zwei zweite Preise vergeben:

1. Preis Dr. Deepitha Selvaraj, Dr. Vijayan Gangadharan Medizinische Fakultät Heidelberg, Pharmakologisches Institut

Mit der Arbeit: A Functional Role for VEGFR1 Expressed in Peripheral Sensory Neurons in Cancer Pain

1. PreisTimo A. Nees Spinal Cord Injury Center, Universitätsklinikum Heidelberg

Mit der Arbeit: Early-onset treadmill training reduces mechanical allodynia and modulates calcitonin gene-related peptide fiber density in lamina III/IV in a mouse model of spinal cord contusion injury

2. PreisPolina Shabes Universitätsklinikum Mannheim

Mit der Arbeit: A novel human surrogate model of noninjurious sharp mechanical pain

2. PreisDr. rer. nat. D. Segelcke, Prof. Dr. rer nat. C. Faber; Prof. Dr. med. E. Pogatzki-Zahn Universitätsklinikum Münster; Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin

Mit der Arbeit: Characterization of incisional and inflammatory pain in rats using functional tools of MRI

Die Preisträger in der Kategorie ‚Klinische Forschung‘ sind:

1. Preis Dr. Magdalena Sarah Prüß Charité - Universitätsmedizin Berlin, Medizinische Klinik für Gastroenterologie, Infektiologie und Rheumatologie (einschl. Arbeitsbereich Ernährungsmedizin)

Mit der Arbeit: Reduction of chronic abdominal pain in patients with inflammatory bowel disease via transcranial direct current stimulation: a randomized controlled trial

2. PreisMaike Müller, Dr. Sandra Kamping, Hanna Skowronek, Julia Schmitz Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Institut für Neuropsychologie und Klinische Psychologie

Mit der Arbeit: Treatment history and placebo responses to experimental and clinical pain in chronic pain patients