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Mahnwache zum 50. Jahrestag zur Markteinführung von Contergan

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Aachen, 1. Oktober 2007. Am 1. Oktober 2007 veranstalten Betroffene der Contergan-Tragödie eine Mahnwache vor den Toren eines Grünenthal-Werkteils in Stolberg bei Aachen. Anlass ist der 50. Jahrestag der Markteinführung von Contergan am 1. Oktober 1957.

In seiner Pressemitteilung begründet der Veranstalter, der BCG – Bund Contergangeschädigter und Grünenthalopfer e.V. – die Mahnwache damit, „an das rücksichtslose Vorgehen Grünenthals“ zu erinnern und „der 4000 in der Vergangenheit geschädigten und dabei umgekommenen Menschen“ zu gedenken.

Hierzu nimmt Grünenthal wie folgt Stellung:
Grundsätzlich hat Grünenthal Verständnis dafür, dass die Contergan-Betroffenen mit einer Mahnwache auf ihre Situation in der Öffentlichkeit aufmerksam machen.
Jedoch wehrt sich Grünenthal gegen den Vorwurf der Veranstalter, das Unternehmen habe „rücksichtslos“ gehandelt. Tatsache ist, dass Grünenthal seiner Verantwortung gegenüber den Contergan-Betroffenen nachgekommen ist, indem es freiwillig mehr als 110 Millionen D-Mark in das heutige „Hilfswerk für behinderte Menschen“ eingezahlt hat. Das war mehr als das damalige Unternehmen laut eines unabhängigen Gutachters verkraften konnte.
Der deutsche Staat hatte 1971 das Stiftungsgesetz eingeführt, um die Versorgung der Contergan-Betroffenen sicherzustellen. Die deutsche Bundesregierung zahlte 100 Millionen D-Mark in die Stiftung ein. Wie damals mit dem Gesetzgeber vereinbart, übernimmt seitdem das Hilfswerk die finanzielle Versorgung der Betroffenen und entscheidet über die Höhe der Leistungen.
Sebastian Wirtz, Geschäftsführender Gesellschafter von Grünenthal, sagt dazu: „Wir haben nach den damaligen Erkenntnissen der Wissenschaft und im Einklang mit dem Gesetz gehandelt.“ Das Aachener Landgericht bestätigte in einem der aufwändigsten Prozesse der Nachkriegsgeschichte, dass die teratogene (Fehlbildung bei ungeborenem Leben verursachende) Wirkung nach dem damaligen Stand der Erkenntnisse unwahrscheinlich, „vielleicht sogar außerhalb des nach der Erfahrung möglichen“, gewesen sei. „Wir wünschen uns, dass sich auch die öffentliche Diskussion an diesen Fakten orientiert“, so Wirtz.

Kontakt: Dr. Annette Fusenig
Tel: +49 241 569-3345, Fax: +49 241 569-3539
Grünenthal GmbH, 52099 Aachen, Deutschland

annette.fusenig@grunenthal.com

www.grunenthal.de

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